Internationale Gartenbaumesse Tulln 2015: Buntes Programm in Halle 8 begeistert Publikum

Der Gemeinschaftsstand der Wiener Gärtner, der österreichischen Floristen und der Österreichischen Bundesgärten rund um die ORF NÖ-Bühne wurde einmal mehr zum Publikumsmagneten.
Tullner Gartenbaumesse 2015 © Blumenbüro Österreichgrößer Tägliche Floristenshows, ORF NÖ-Lieblinge zum "Anfassen", historische "Pflanzen auf Reisen", begeisterte Kinder beim Blumenstecken: Das sind nur einige der Highlights, die vom 27. bis 31. August 2015 das Publikum der Halle 8 bei der Internationalen Gartenbaumesse in Tulln begeisterten.

Denn der Gemeinschaftsstand der Wiener Gärtner, der österreichischen Floristen und der Österreichischen Bundesgärten präsentierte auch in diesem Jahr ein vielseitiges und buntes Programm, bei dem die Gäste voll auf ihre Kosten kamen. Insgesamt konnten 91.741 BesucherInnen in Tulln gezählt werden – ein neuer Rekord war bei den Ausstellern - 540 Aussteller - zu verzeichnen, die damit wieder einmal das große Interesse an floralen und grünen Themen bewies.

Tipps von den Meistern des Handwerks und TV-Lieblingen


Das tägliche Programm rund um die ORF Radio NÖ-Bühne in Halle 8 bot den BesucherInnen der Tullner Gartenbaumesse viel Abwechslungsreiches und Spannendes, gestaltet, wie schon seit vielen Jahren, vom beliebten ORF NÖ-Moderator Robert Morawec.

Die schönsten Trends rund um die Themen Hochzeits- und Herbstfloristik oder zum Thema Kräuter präsentierte auch heuer wieder der Gmündner Meisterflorist Florian Dienstl und bot mit seinem Team 2-mal täglich Einblicke in die Arbeitsschritte an den traumhaften Arrangements. Nach den Floristenshows standen die ExpertInnen für individuelle Fragen der BesucherInnen und zu Fragen der Aus- und Weiterbildung des Floristenberufs bzw. des Gartengestalters zur Verfügung, ebenso wie die ORF NÖ-Lieblinge und Profigartengestalter Franz Gabesam und Johannes Käfer sowie Kräutergärtner Martin Ruzicka.

Wie jedes Jahr begeisterte das tägliche Kinderblumenstecken um 16 Uhr die jüngeren BesucherInnen der Tullner Messe: Mit großem Eifer und viel Freude versuchten sich die kleinen Talente an ihren Kreationen, die sie natürlich zur Erinnerung mit nach Hause nehmen durften.

Österreichische Bundesgärten zeigten "Pflanzen auf Reisen"


Die Ausstellung der Österreichischen Bundesgärten konzentrierte sich auf "Pflanzen auf Reisen" und gewährte damit faszinierende Einblicke in die Sammelleidenschaft des Kaiserhofs im 18. und 19. Jahrhundert, demonstriert anhand ausgewählter Einzelstücke aus dem aktuellen Pflanzenbestand.

Erstmals auf der Tullner Messe standen damit die Geschichte der Hofgärtner und deren Forschungsreisen im Mittelpunkt. – Eine Geschichte, die bereits unter Kaiser Maximilian II., 1569, begann und sich bis zum Jahr 1929 mit mehr als 4.000 Arten als die zweitgrößte Sammlung Europas etablierte. Im Ausstellungsbereich zu sehen waren seltene Pflanzen aus Österreich, aber auch aus dem Mittelmeerraum, Afrika, Ostasien, Australien und Süd- und Mittelamerika.

Maria Theresias Orangeriepflanzen: ein weltweites Highlight

Ein weiteres Juwel der Österreichischen Bundesgärten wurde in Tulln mit der weltweit einzigartigen historischen Orangeriepflanzensammlung gezeigt, die von der Kaiserwitwe Wilhelmine Amalie von Braunschweig-Lüneberg im Jahre 1711 begonnen, und später von Maria Theresia kontinuierlich erweitert wurde. Maria Theresia war es auch, die den Pflanzen in der kalten Jahreszeit Platz in der Orangerie machte und auf ihren Festen mit den mediterranen Pflanzen für eine unvergessliche Kulisse sorgte.

Ein Highlight der Sammlung – und auch in Tulln – ist seit Jahren jene Myrte, die Maria Theresia als Hochzeitsgeschenk vom türkischen Gesandten aus Konstantinopel im Jahr 1736 bekam. Sie und ihre Pflanzennachkommen stehen heute noch in der Schönbrunner Orangerie und können von interessierten Blumenfreunden besucht werden.


01.09.2015